Volkstrauertag – Kein Opfer vergessen

23. November 2017

Das vergangene Wochenende stand im Zeichen des Volkstrauertages. Kein Opfer der Gewaltherrschaften darf in Vergessenheit geraten. Denkmäler und Gräber sollen uns auch zukünftig eine Mahnung sein, warum es wichtig ist, sich für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaftsordnung einzusetzen.

Der Volkstrauertag ist der Erinnerung an die Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaften gewidmet. In fast jedem Ort Deutschlands versammeln sich an diesem Wochenende Menschen, um der Kriegstoten und Opfer der vergangenen Diktaturen zu gedenken und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Das Gedenken und die Aufarbeitung aller Diktaturen gehören zusammen.

Am Samstag, den 18. November, hatte ich dabei die Ehre einige Worte bei der Gedenkveranstaltung der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Sachsen-Anhalt (VOS) an die Anwesenden zu richten. Mit einer Gedenkfeier und einer Kranzniederlegung wurde den Opfern der kommunistischen Diktatur gedacht. Mit dem Moritzplatz wurde hier ein Ort mit einer Symbolwirkung gewählt, die in Magdeburg wohl kaum stärker ausfallen dürfte.

Am 19. November hatte ich dann die Gelegenheit an der zentralen Gedenkfeier im Landtag teilzunehmen und unsere Landtagspräsidentin, Gabriele Brakebusch, zur Kranzniederlegung auf den Westfriedhof zu begleiten. Die zentrale Gedenkfeier wurde traditionell durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. durchgeführt.

Beide Veranstaltungen zeigten einmal mehr, wie wichtig das Gedenken an alle Opfer von Gewaltherrschaften und Diktaturen ist und kein Opfer jemals vergessen werden darf. Die Arbeit der Vereine zu diesem Thema ist dabei ein Pfeiler des Gedenkens und muss auch weiterhin unterstützt werden. Ich bin überzeugt, dass – gerade, wenn wir heute der Opfer, der Toten und der körperlich und seelisch Verletzten gedenken –  wir uns in dem Auftrag bestätigt fühlen dürfen, den begonnenen Weg weiter zu gehen.

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“. – Helmut Kohl

 

 

Fotos: Carsten Gloyna

 

 

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